eLearning Chirurgie

Prof. Germer, Univ. Klinik Würzburg

Upper-GIT

September 15, 2011admin0

Ösophagusverätzung

August 30, 2011admin0

Säure & Lauge

Durch Ingestion von Säure oder Lauge kann es zu Verätzungen in der Speiseröhre kommen. Die Säure verursacht dabei eine Koagulationsnekrose, durch Lauge kommt es zu einer meist tiefer gehenden Schädigung des Gewebes im Sinne er Kolliquationsnekrose. Weil durch die Verflüssigung des Gewebes das Vordringen des schädigenden Agens in die Wand der Speiseröhre begünstigt wird, ist eine Verätzung mit Lauge prinzipiell gefährlicher als eine Verletzung durch Säure.

Basierend auf dem endoskopischen Befund und dem histologischen Bild lassen sich Verätzungen in drei Schweregrafen einteilen.

Endoskopische Klassifikation Hsitologische Klassifikation
Grad1
“Leichte Verätzung”
Grad1
Mukosa
“Schwere Verätzung” Grad2
Submukosa-Muskularis
“Schwerste Verätzung Grad3
Alle Wandschichten
Verätzung

Diagnostik

Nach Möglichkeit sollte die ingestierte Flüssigkeit asserviert und toxikologisch untersucht werden. Die Verabreichung von Antiemetika oder ein Auspumpen des Magens verbieten sich aber, um weitere Verätzungen zu vermeiden. Die Fremdanamnese ist oft hilfreicher als die Aussagen des Patienten, unter Umständen steht eine suizidale Absicht im Hintergrund. Eine Röntgenuntersuchung mit wasserlöslichem Kontrastmittel kann eine möglicherweise eingetretene transmurale Verätzung nachweisen und sollte bei entsprechendem Verdacht veranlasst werden. Die Ausdehnung der Verletzung ist allerdings in der Endoskopie besser zu beurteilen.

Therapie

Bei der Erstversorgung eines Patienten mit Ösophagusverätzung steht zunächst die Stabilisierung und intensivmedizinsche Behandlung im Vordergrund. Ergibt sich in der initialen Diagnostik der Verdacht auf eine schwerste Verätzung kann eine notfallmäßige Ösopahgektomie erforderlich werden. Die Rekonstruktion erfolgt in einem solchen Fall erst im Intervall, wenn der Patient stabilisiert wurde und die Phase der Sepsis überstanden ist. Ansonsten wird der Patient hospitalisiert, je nach Schwere des Krankheitsbildes auch auf der Intensivstation.

Leichte Verätzungen heilen ohne weitere spezifische Therapie. Bei schwereren Verätzungen sollte eine Therapie mit Kortikoiden und eine antibiotische Therapie mit Antibiotika begonnen werden. Der Verlauf der Heilung einer Ösophagusverätzung folgt den Prinzipien der Wundheilung im Sinne einer Defektheilung. Nach Abstoßung der Nekrosen kommt es zu einer Granulationsphase, die von Narbenbildung gefolgt wird. Dies geht mit einer Striktur und Rigiditätszunahme des Ösophagus einher.

Oft wird daher eine Bougierungsbehandlung notwendig, bei dem die Striktur über eine Führungsdrahte aufgedehnt wird. Eine therapierefraktäre Striktur ist eine Operationsindikation. Dabei sollte immer eine Ösopahgektomie durchgeführt werden, da eine Ösophagusstriktur eine Präkanzerose darstellt. Da es sich um eine gutartige Erkrankung handelt, spielt das Ausmaß der Lymphadenektomie keine Rolle, daher können diese Eingriffe in aller Regel von transhiatal durchgeführt werden. (vgl. Therapie des Ösophaguskarzinoms).

Transhiatale Resektion ohne Thoraktomie

Rekonstruktion mittels Koloninterponat

Oberer Gastrointestinaltrakt

August 1, 2011admin0

Die Standarddiagnostik des oberen Gastrointestinaltraktes ist die Endoskopie. Mit ihr lässt sich die Speiseröhre, der Magen und ein Großteil des Duodenums beurteilen.

Neben dem makroskopischen Aspekt kann mittels Biopsie auch eine Aussage über die histologische Beschaffenheit einer Läsionen getroffen werden.

Szirrhöser Tumor

Peptisches Ulkus

Forrest-1a-Blutung

Ösophagitis °II

Ösophagitis °II

Barrett-Ösophagus

Barrett-Ösophagus

Plattenepithel-CA

Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung vom Albertinen-Krankenhaus in Hamburg

Anatomische Grundlagen

Krankhaftes Übergewicht wird mehr und mehr zum globalen Problem.
Wirkungsvolle chirurgische Eingriffe stehen zur Verfügung…

Ösopahgus-CA

Das Ösophaguskarzinom ist eine Herausforderung für den erfahrenen Viszeralchirurgen. Die Therapie ist heute in multimodale Konzepte mit neoadjuvanter Behandlung eingebunden, trotzdem ist die radikale chirurgische Resektion der wichtigste Schritt in der Behandlung des Ösophaguskarzinom.

Es existieren zwei Haupt-Typen: Das Plattenepithel- und das Adeno-Karzinom. Letzteres zeigt eine steigende Inzidienz. Die Ursachen der beiden Typen sind ebenso verschieden wie die Komorbiditäten, die Patienten zusammen mit dieser Erkrankung typischerweise aufweisen.

Essentiell für eine leitliniengerechte Therapie mit optimalen Outcome ist neben der exakten Stadienbestimmung des Tumors auch die Risikoabschätzung für den Patienten. Zum Staging werden neben Endoskopie auch der endoskopisch gestützte Ultraschall, die CT und in Ausnahmefällen auch die PET-CT eingesetzt.

Schlüssel zum Erfolg und zur optimalen Prognose für den Patienten ist die radikale Resektion mit systematischer Lymphadenektomie.
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magen-CA
GERD
Ulcus

Achalasie

Divertikel

Perforation

Verätzung








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Kerstin
(Donnerstag, Mai 17. 2012 02:33 PM)
Großartig! Eignet sich gerade super zur Vorbereitung aufs Staatsexamen, weil es einem hier gelingt den Überblick zu behalten!
Matthias Janssen
(Sonntag, Mai 6. 2012 02:34 PM)
Hervorragend! Vor Allem zur StEx-Vorbereitung :P
Danke!
Kät
(Sonntag, Mai 6. 2012 10:50 AM)
Vielen Dank für diese tolle Seite!
Dank der übersichtlichen Gliederung und den klar zusammengestellten Fakten konnte ich nochmal die wichtigsten Sachen innerhalb kurzer Zeit wiederholen.Klasse!
S.H.
(Montag, Apr 30. 2012 07:43 AM)
…nur eine Anmerkung zur Ulkus-Seite: “die Hauptproduktion der Säure findet im Antrum statt” ist etwas verwirrend, finden sich die Belegzellen doch in Korpus und Fundus und nur die G-Zellen im Antrum….
S.H.
(Montag, Apr 30. 2012 07:40 AM)
Lieber Herr Wierlemann,
die Seite ist genial!! Vielen herzlichen Dank, besonders der Abschnitt zum Rektum-CA ist eine reiche Quelle an Informationen!!!

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Dr. med. A. Wierlemann Oberdürrbacherstr. 6

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Email: Wierlemann_A@chirurgie.uni-wuerzburg.de

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