Benigne Leberläsionen
Hämangiome
Im kontrastmittelverstärkten CT zeigt sich ein typisches „Irisblenden-Phänomen“. Die Füllung des Tpyisches Zeichen: IrisblendenphänomenHämangioms mit Kontrastmittel beginnt klassischerweise vom Rand aus, so das diese Erscheinung pathognomonisch für ein Hämangiom ist.
Da ein Hämangiom nicht maligne entartet, wird die Indikation zur Operation eher zurückhaltend gestellt. Nur wenn durch Verdrängungserscheinungen Symptome auftreten oder bei einem Riesenhämangiom eine Rupturgefahr besteht, sollte man eine Resektion in Erwägung ziehen.
Fokal noduläre Hyperplasie (FNH)
Adenom
Auch Adenome kommen in der Leber vor. Sie sind häufig ebenfalls hormongetriggert, also durch die Einnahme von oralen Kontrazeptiva mit ausgelöst.
Da eine maligne Entartung nicht ausgeschlossen werden kann, besteht zumindest bei einer Größenprogredienz des Befundes eine Operationsindikation.
Leberabszesse
Eiteransammlungen in der Leber können in der Bildgebung ebenfalls als Raumforderungen imponieren, wobei sie selten asymptomatisch verlaufen. Sie sind häufig verbunden mit starkem Krankheitsgefühl, Fieber, Schüttelfrost und Zeichen der Sepsis.
Als Ursache kommen am ehesten abszedierende biliäre Infektionen wie die Cholangitis infrage. Aber auf Infektionen im portalen Stromgebiet können einen Leberabszess verursachen, beispielsweise eine Sigmaperforation bei Divertikulitis. Auch eine Sepsis anderer Ursache kann einen Abszess in der Leber als Streuherd verursachen.
Wie bei allen Abszessen gilt der Grundsatz: ubi pus, ibi evacua! Jeder Abszess muss entlastet werden. Bei der Leber kann dies operativ geschehen mit der Einlage mehrerer Drainagen oder bei kleineren Befund auch radiologisch-interventionell mittels ct-gesteuerter Drainageeinlage.

Hyperthyreose
Morbus Basedow
Diese im Englischen auch als Graves Disease bezeichnete Erkrankung ist durch eine Erhöhung der Schilddrüsenhormone gekennzeichnet, deren Wirkung außerhalb der Schilddrüse liegt. Ursächlich sind Autoantikörper gegen den TSH-Rezeptor. Dieser wird kompetitiv besetzt und die Schilddrüse somit dauerhaft stimuliert. Es handelt sich also um eine Autoimmunerkrankung.
Symptome
Neben den bekannten Hyperthyreosezeichen wie Tachykardie, Herzrhythmusstörungen und Wärmeintoleranz kann es beim Morbus Basedow auch noch zu dem typischen Exopthalmus kommen. Dieser ist zwar nicht immer ausgebildet, ist ansonsten aber eine Blickdiagnose im wahrsten Sinne des Wortes. Das Phänomen wird durch Veränderungen des retrobulbären Fettkörpers hervorgerufen, dessen Ursache letztlich nicht ganz geklärt ist.
Urheber: Jonathan Trobe, M.D.University of Michigan Kellogg Eye Center
Therapie
Urheber: Wikipedia-UserDrahreg01
Schilddrüsen-Autonomie
Einzelne Bereiche der Schilddrüse können sich vom hypothalamisch-hypopyhsären Regelkreislauf entkoppeln und unkontrolliert Schilddrüsenhormone produzieren.
Diese autonomen Bereiche stellen sich in der Schilddrüsenszintigrafie als heiße Knoten mit erhöhter Stoffwechselaktivität dar.
Auch sie können mit einer Radiojodtherapie behandelt oder operativ entfernt werden.
Thyreoditis
Akute Thyreoditis
Auch eine Entzündung der Schilddrüse kann eine Überfunktion auslösen, besonders im akuten Stadium. Dieses meist viral bedingte Krankheitsbild kann mit einer Überwärmung, Globusgefühl und Halsschmerzen einhergehen. Man unterscheidet die akute Thyreoiditis von der subakuten und der chronischen Form.
Hashimoto-Thyreoditis
Die chronische Form wird auch als Hashimoto-Thyreoiditis bezeichnet. Sie verursacht meist nur zu Beginn eine Hyperthyreose, im weiteren Verlauf werden die Patienten eher hypothyreot und müssen substitutiert werden. Es kommt zu einer zunehmenden Fibrosierung der Schilddrüse, die mit einem Funktionsverlust einhergeht.
Thyreoditis de Quervain
Die subakute Form heißt auch Thyreoiditis de Quervain und geht mit einer Schwellung des Halses und starkem Krankheitsgefühl einher.
Die Therapie ist in erster Linie konservativ, nur bei mechanischen Beeinträchtigungen oder Malignitätsverdacht sollte zu einer Operation geraten werden.
Iatrogene Hyperthyreose
Auch durch übermäßige Jodzufuhr von außen kann eine Hyperthyreose verursacht werden. Dabei kommen in erster Linie jodhaltige Kontrastmittel in Frage. Aber auch einige Medikamente enthalten größere Mengen Jod, z.B. das Antiarythmikum Amiodaron. Im Extremfall kommt es zu einer thyreotoxischen Krise, die mit extrem ansteigender Körpertemperatur, Herzrhythmusstörungen und Vigilanzminderung verbunden ist. Ein Patient mit thyreotoxischer Krise muss auf die Intensivstation verlegt werden, mit Betablockern und Schilddrüsenblockern wird versucht die Symptome abzumildern. Eventuell muss ein solcher Patient intubiert und relaxiert werden, nötigenfalls muss notfallmäßig eine Tyhreoidektomie erfolgen.
